Junges Schauspielhaus Zürich



Die Gottesanbeterin - ein emotionales Theatererlebnis

KJL / 23. Mai 2013

Du blickst auf ein interessantes Bühnenbild hinunter: ein hängendes, aus goldenen Polyedern bestehendes Gebilde und eine mit Aluminiumschienen abgesteckte Spielfläche. Gespannt verfolgst du während des Abends, wie sich das Bühnenbild dem Stück anpasst und eine runde Atmosphäre erschafft.

Du machst es dir so bequem wie möglich, eingepfercht zwischen den anderen Zuschauern, in der kleinen Kammer, was dir aber bald nicht mehr auffällt, wenn dich Julia Kreusch als Rita Hotz inmitten einer ihrer Predigten entführt. Plötzlich findest du dich als Teil ...

Liebe Leser,

DSC / 23. Mai 2013

Kennt Ihr das Gefühl, wenn eine Inszenierung einfach die Wahrheit auf die Bühne bringt? Die Wahrheit in ihrer gesamten Brutalität? Ihr verlasst das Theater und habt dieses erschlagene Gefühl. Die Inszenierung sitzt euch in den Knochen, dass ihr euch gar nicht getraut darüber zu sprechen. Denn was soll man noch sagen? Der Satz ist zu Ende, der Punkt gesetzt.

Die Handlung beschreibt das Leben von Rita, einer Gläubigen, die in einer Gemeinschaft lebt und die anfangs noch als Lehrerin arbeitet, ...

Die Gottesanbeterin – Weil Gott es will

TNH / 23. Mai 2013

Ritas Leben richtet sich nach Gott.
Gott ist ihr Mittelpunkt. Gott ist alles.
Rita predigt, weil Gott es will.
Sie ist das Medium in ihrer Gemeinschaft, weil Gott es will.
Sie betet für Menschen, Gott heilt sie.
Ein eingespieltes Team, Rita und Gott.
Doch was ist Gott? Was ist Glaube? So unfassbar.
Doch Gott befiehlt und wir gehorchen. Rita gehorcht. Bis…:
Klinikaufenthalt – Pillen – Psychopharmaka.

Lasst Sie Spielen!

LSS / 23. Mai 2013

Zu Beginn setzt sich die Schulklasse an ihre Pulte. Die sieben Schauspieler und Schauspielerinnen von „Nichts. Was im Leben wichtig ist“ sitzen in einer Reihe an Einzeltischchen, frontal dem Publikum zugewandt. Sie lesen ein Buch und beginnen eine Geschichte zu erzählen. Das Ganze wirkt recht verhalten. Nach und nach entwickelt sich aus dem Erzählen ein Spiel. Der fliessende Wechsel zwischen erzählenden Momenten und Szenen, die gespielt werden, zieht sich durchs ganze Stück, in dem die Geschichte einer Schulklasse gezeigt wird, ...

Nichts. Was im Leben wichtig ist.

ADA / 23. Mai 2013

Die Klasse 7A sitzt nach den Sommerferien wieder in ihrem Klassenzimmer in Taering. Plötzlich steht Pierre Anton auf und lässt einen Satz raus, der die ganze Klasse schockiert: „Nichts bedeutet irgendetwas, deshalb lohnt es sich nicht irgendetwas zu tun.“ Mit dieser Entdeckung hockt Pierre Anton zufrieden auf seinem Pflaumenbaum, gaukelt es den anderen jedes mal vor, wenn sie vorbeilaufen und bewirft sie dabei mit Pflaumen. Wie ein nerviger Tinnitus, wie es der Regisseur Enrico Beeler beschrieben hatte, macht er seinen ...

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